Filmsprache

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Eine Unterrichtseinheit zur Filmsprache am Beispiel von “Lola rennt”

1. Bearbeitungsaspekte   2. Raster für ein Filmprotokoll                                       3. Bewertung der Produkte 4. Klausurvorschläge

Die Schüler betrachten die Kapitel 2 - 5 des Films (13 Minuten und 25 Sekunden der DVD Ausgabe X-Film Creative Pool - zur Bestellung siehe oben) zweimal und notieren Bearbeitungsmöglichen als MindMap. Über die Äste gelangen Sie zu möglichen Aspekten der Bearbeitung des Films

ASPEKT

GESTALTUNG (Architektur, Plastik...)

REZEPTION / Wirkung beim Betrachter

Filmsprachliche Mittel

 

Die Wahrnehmung von Bildern durch unsere Augen erzeugt Reaktionen. 1998 gerieten in Japan Betrachter schneller und farbintensiver Bildsequenzen in höchste motorische Unruhe, die klinisch behandelt werden mussten. Neill Postmann warnte in seinen Schriften vor den Wirkungen der modernen Medienkultur

Kameraein- stellungen

   

Einstellungsgrößen

   

Perspektiven

   

Handlungsachsen

   

Kamerafahrt

   

Filmbeleuchtung (hart-weich, natürlich -künstlich, kontrastarm - kontrastreich

Einblenden der Uhr

 

Farbqualität

   

Akzentuierung durch Farbe (Brennweite/Tiefen-s chwärze)

   

Montage

Changieren von Realität und Fiktion

 

innere Montage

   

elektronische Montage

   

Bild-Ton-Montage

   

Linien / Handlungsachsen der Schauspieler / der Kamera / Anschlüsse

   

Filmton

 

   

Filmmusik

 

1. Episode des Laufens: hohe Frequenzen

2. Episode des Laufens: extremer Bassbereich

Charles Ives “The Unanswered Qusestion” (1908) als Anfangakkord und an verschiedenen Stellen später

Franka Potente skandiert den Song “Wish”

“What a difference a day makes” (Dinah Washingten) beim Überfall

Das Werk von Charles Ives stellt einen Markstein in der Musikgeschichte dar, als an ihm der Wechsel zur Neuen Musik erkennbar wird.

Sprache und Film

 

   

Gang der Handlung

 

   

Konfliktstruktur

 

   

Raum und Zeit

 

   

Erzählstruktur

 

   

Bilder und Motive im thematischen Zusammenhang betrachten

   

Die Bedeutung des Zufalls im Film

   

Zitate / postmodernes Erzählen

   

Personen und Personenkonstellat ionen

   

Dialoge

   

Interpretations- ansätze

   

Mediale Wirklichkeit heute

   

Das Abbild unserer gedachten oder real existierenden Wirklichkeit schafft selbst Wirklichkeit. So zeichneten die Medien vom Golfkrieg ein anderes Bild als die Wirklichkeit des Krieges sich darstellte.
   Klicken Sie auf das Bild und sehen Sie den Film!

Heute wirkt Propaganda wie in der NS-Zeit zwar nicht mehr, jedoch suggerieren vielfältige Versatzstücke eine neue Realität. Im Medienzeitalter werden Bilder so zu Verbindungsstücken zwischen Fiktion und Realität. In diesem Sinne zielen die Oberstufenlehrpläne darauf, sich mit Wahrnehmung, Wirklichkeit und Wirklichkeitsvermittlung im Sinne von gestalteter Wirklichkeit  zu befassen.

Im fächerverbindenden Unterricht zu dem Film können Schüler-Teams fachspezifische Perspektiven ausarbeiten sich diese gegenseitig vorstellen:

Im Deutschkurs können die Aspekte Handlungsstruktur, Personenkonstellation usw. erarbeitet werden.

Der Kunstkunst würde sich mit der bildlichen Gestaltung befassen.

Im Musikkurs stünden die Wirkungen der akustischen Gestaltungen bzw. der Filmmusik im Vordergrund.

Entscheidend bei dieser Arbeit ist die zeitliche Synchronisierung der Arbeit, die durch eine verabredete gemeinsame Präsentationsveranstaltung zum Schluss erreicht wird. Die Arbeitsergebnisse müssen zu fachspezifische Aspekte vorgestellt werden, z.B.

Ein anderes Modell ist eine Projektwoche zum Thema “Film” mit vielfältigen Themen von Filmhelden über Filmkritiken bis hin zu Lieblingsfilmen. Präsentationsprodukte könnten sein:

2. Raster für ein Filmprotokoll

Nr.

Dauer (Sek)

Inhalt, Bildmotiv, Handlung

Text

Geräusche, Musik

Kamera (Bildausschnitt, Perspektive...)

Bildgestaltung (Licht, Dekor, Kulisse, Farbe)

Schnitt, Montage (hart, weich, Vor-/Rückble nde etc. )

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

 

 

 

             

3. Die Bewertung der Produkte

Analog zum Lernkompetenzquadrat werden - nach der Vorbesprechung der Kriterien mit den Schülerinnen und Schülern - folgende Kompetenzen bewertet

Sachkompetenz 

Themenfestlegung
Finden von Oberbegriffen
Festlegung von Arbeitszielen
Festlegung von Zwischenzielen
Gliederung
Materialbeschaffung
Reflexion der Ergebnisse
Wirkungsanalyse Methodenkompetenz

Zeitplanung
MindMap, Strukturskizzen
Visualisierung
Nutzung moderner Medien
Grafiken und Tabellen
Arbeitsorganisation
Erstellen eines Exposés
Protokolle
Thesenpapiere
Evaluation des Prozesses
Sozialkompetenz

Argumentieren
Einhalten von Gesprächsregeln
aktives Zuhören
Verlässlichkeit und Ausdauer
Kritikfähigkeit
Umsetzung von Vorschlägen
Themenbezug Selbstkompetenz

freies Sprechen
nonverbale Ausdrucksformen
Selbstdisziplin
Urteilsfähigkeit
Qualitätsbewusstsein
Offenheit
Problemlösendes Denken
systematisches Vorgehen

4. Klausurvorschläge

  1. Analyse einer Filmkritik
  2. Analyse einer Sequenz mit einem weiterführenden Schreibauftrag  . Am Notebook analysieren die Sch. individell (mit Ohrhörern ausgestattet) das Kapitel 15 (Schlusskapitel). Manni formuliert: “Ist alles okay ?”  und - mit Blick auf die Plastiktüte - “Was is’n da drin ?” und schreiben die Schlusssequenz um.   
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© Jürgen  Bucksch