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Reise eines Rendsburger Gymnasiasten 1883

Präsentation am 12.2.2004:

Nach einem Kurzvortrag über die Geschichte der Reiseliteratur forderte die Gruppe ihre Mitschülerinnen und Mitschüler auf, einen Tagebucheintrag oder ein Gedicht zum eigenen Dom-Erlebnis zu schreiben. Dazu zeigten sie auf Notebooks Fotos und spielten ital. Musik:

 

 

Durch einen Klick auf die Schülerinnen und Schüler  auf dem folgenden Bild gelangen Sie zu deren Texten. Sie merken beim Darübergleiten, welche Schülerinnen- und Schüler- Texte  verlinkt sind.

Tagebucheintrag von V. Sch.:

(...) Gefangen bewege ich mich über den Dächern Mailands auf kaltem Marmor, ich wandle über Treppen, die jede für sich eine andere Welt bereit hält. Mit kleinen Schritten bewege ich mich auf dem Rücken von vielen Generationen - Stufe für Stufe dem Himmel ein wenig näher. Tausende marmorner  Augen, über deren Wesen ich kaum zu spekulieren wage, verfolgen mich auf meinem Weg: geheimnisvoll, tragisch, phantastisch.

Geblendet von der Sonne, die sich im bunten Fensterglas bricht, beginne ich zu philosophieren über den Wert eines kleinen zerbrechlichen Menschenwesens, wenn ihm bewusst wird, dass auf der Welt so viel Macht, Glaube und Kälte existiert. Scheinbar Wichtiges wird unwichtig. Das Bewusstsein verlässt meinen Körper. Ich versuche die vielen Gedanken in meinem Kopf zu ordnen.

Welcher Gedanke ist es wert, in solchen Momenten gedacht zu werden ?

Tagebucheintrag von I.:

Mailand, 01.02.2004: Heute waren wir am Dom, im Dom und auf dem Dom. Die Einheimischen nahmen ihn so hin, würdigten den Marmorkolloss keines Blickes. Doch sie waren stolz, uns das Erbe ihrer katholischen Vorfahren zeigen zu können. Und zu Recht. Seine Macht von damals ist erhalten geblieben. Für gläubige Katholiken steht wohl der Blick vom Dom in keinem Verhältnis zu den Erfahrungen im Dom. Für mich nicht.

Gedicht von A. und I.

Nach einem Gespräch über die Texte lasen die Schülerinnen und Schüler die entsprechenden Texte des Rendsburger Gymnasiasten vor und erarbeiteten im Vergleich zu den eigenen Gestaltung die jeweiligen inhaltlichen und sprachlichen Besonderheiten:

 

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© Jürgen  Bucksch