Baudenkmäler in Prag

Ann-Kathrin & Gesche:

Typische Baudenkmäler der einzelnen Baustile in Prag :

St.- Georg Basilika (Romanik)
Der älteste erhalten gebliebene Kirchenbau auf der Prager Burg und das am besten erhaltengebliebene romanische Bauwerk in Böhmen. Sie wurde um das Jahr 920 vom Fürsten Vratislav I. gegründet. Im 12. Jahrhundert wurde sie umgebaut, die Barockfassade stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Loreta (Prager Loreto)
Eine Marienwallfahrtsstätte mit einer Nachbildung des Heiligen Häuschens - der Santa Casa und der barocken Christi-Geburt-Kirche von einem Kreuzgang mit Kapellen umgeben. Im Turm ist ein Glockenspiel mit 27 Loreto-Glocken, die jede volle Stunde  das Marienlied „Gegrüsst seist du tausendmal, oh Maria“ spielen. Sehr wertvoll ist der sog. Loreto-Schatz, eine Sammlung von sakralen Kunstgegenständen aus dem 16. - 18. Jahrhundert. Das wertvollste Kleinod ist eine mit 6222 Diamanten geschmückte Diamantenmonstranz.
Karlsbrücke (Gotik)

Seit dem 16. Jahrhundert führt die Karlsbrücke über die Moldau. Sie ist mehr als 500 Meter lang und 10 Meter breit, für Fahrzeuge gesperrt und tagsüber einer der beliebtesten Orte Prags. Die Karlsbrücke verbindet die Kleinseite mit der am Ostufer gelegenen Altstadt.

Sie ist ähnlich wie die Burg so etwas wie ein Wahrzeichen Prags. 1357 war ihr Grundstein gelegt worden, nach dem die Vorgängerbrücke, die Judithbrücke, einem Hochwasser zum Opfer gefallen war. Jahrhundertelang bildete sie den einzigen befestigten Brückenschlag über die Moldau und stellte einen wichtigen Flaschenhals zentraler Handelswege dar.

Lustschloss der Königin Anna (Renaissance)

Das Lustschloss  wurde von Ferdinand I. 1534 errichtet. Das königliche Lustschloss wird manchmal auch Belvedere genannt. Diese Bezeichnung ist jedoch nicht richtig, denn Belvedere hieß das Lustschloss, das Graf Franz Waldstein 1715 oben auf dem Letna-Plateau erbauen ließ. Dieses Lustschloss wurde 1743 jedoch von den französischen Soldaten in die Luft gesprengt. Während des 18. Jahrhunderts wurde die Bezeichnung "Belvedere" auf das unweit gelegene Lustschloss der Königin Anna übertragen.

Loretto (Barock)

Diese Loretto-Kapelle ist eine treue Kopie der ursprünglichen italienischen Loretto-Kirche. Der Legende nach hätten Engel die Santa Casa, d.h. das Haus, in dem die Jungfrau Maria wohnte, aus Nazareth nach Loretto übertragen. Dort wurde um dieses Haus eine Kirche gebaut und so entstand einer der berühmtesten Wallfahrtsorte der Welt. Auf unserem Gebiet wurden die Loretto-Kapellen erst in der Barockzeit gebaut, als es zu einer Re-Katholisierung und Wiederbelebung des Jungfrauenkults kam. Diese Loretto-Kapelle wurde in den Jahren 1704-1709 erbaut, während der Herrschaft von Anton Florian Liechtenstein. Der Baumeister dieser Kapelle war Johann Lukas Hildebrandt. Der größte Unterschied zur italienischen Kapelle beruht darin, dass diese mit Statuen aus Sandstein geschmückt wurde, die italienische hingegen mit Statuen aus Carrara-Marmor."

Das Schloss Troja (Barock)

Das Troja Schloß gehört zu den bekanntesten Barockbauten in Prag.  Der Bau wurde 1679 begonnen und dauerte einschließlich weiterer Umgestaltungen des Interieurs und des Gartens noch Anfang des 18. Jahrhunderts an. Das gesamte Areal besteht aus einem Komplex mehrerer Gebäude - des Schlosses, der Wirtschaftsbauten, zweier Orangerien - und vor allem der weitläufige Barockgarten.

Das Ständetheater (Klassizismus)

Das Ständetheater wurde 1783 erbaut und trägt die Widmung ”Dem Vaterland und den Musen” – ”Patriae et Musis”. Hier dirigierte Wolfgang Amadeus Mozart 1787 die Uraufführung seines ”Don Giovanni”.
Über die Jahrhunderte hat dieses Theater sein Aussehen nicht verändert. Heute noch werden hier neben Ballett und Konzerten hauptsächlich Mozart-Opern aufgeführt.

Das Nationaltheater (Historisierende Baustile)

Als sichtbares Zeichen der tschechischen nationalen Wiedergeburt wollte man ein Theater bauen, das allein Werke in tschechischer Sprache aufführen sollte. Nach vielen Schwierigkeiten wurde dieses Haus 1883 eröffnet, es ist ein hervorragendes Architektur-Beispiel der Neo-Renaissance.
Das Nationalmuseum (Historisierende Baustile)

Schon die Architektur des im Jahr 1890 fertig gestellten Nationalmuseums ist äußerst sehenswert. Es ist nicht nur das markanteste Gebäude am Wenzelsplatz 15, sondern auch ein bedeutendes Bauwerk der tschechischen Neorenaissance. Säulen, Dreiecksgiebel sowie viele Statuen und Figurenreliefs zieren die Fassade. Das Treppenhaus ist ein überwältigend hoher Raum, in dem zahlreiche Bronzestatuen stehen.
Das Nationalmuseum beherbergt eine historische, eine mineralogische, eine zoologische und eine anthropologische Abteilung. Mit dem Zusammentragen der Sammlungen des Museums wurde zu Beginn des 19. Jahrhundert begonnen.

Gemeindehaus (Jugendstil)

Gemeindehaus Prags berühmtester Jugendstillbau erheb sich auf dem Gelände des ehemaligen Königshofes, Residenz der Könige zwischen 1383 und 1485. Autoren des aus dem Jahre 1903 stammenden Projekts des Gebaudes waren die Architekten Antonin Balsanek und Osvald Polivka. Fertiggestellt wurde der Bau 1911, und an der Ausgestaltung war die gesamte zeitgenössische künstlerische Elite beteiligt.

 

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© Jürgen  Bucksch