lesezeiten und reisezeiten

Griechische Literatur der antiken Zeit (8.Jh. v.Chr. bis 4./5.Jh. n.Chr.) .

Archaische Zeit (vom 8. bis ins 5.Jh. v.Chr.):

EPIK:

Die in Hexametern verfassten Epen »Ilias« (der Kampf um Troja, der Raub der Griechin Helena durch Trojaner, Ende: die Zerstörung von Troja durch Zeus) und »Odyssee« (das Schicksal und die Irrfahrten des Odysseus; der Zuhörer - es waren Tausende -  erfährt von Grenzen der Welt) (Homer) bilden den Ausgangspunkt der europäischen Literatur als Fortsetzung einer langen mündlichen Tradition. Fahrende Sänger, besonders in Kleinasien, hatten Einzelgesänge und ihren Formelschatz  überliefert.

Die spätere Literatur geht auf Homer zurück. Mit der Ablösung der Monarchie und mit den frühen Formen demokratischen Selbstverständnisses entstand die Lyrik als erster individueller Ausdruck .

LYRIK:

Es entfalteten sich ab 650 v. Chr.  neue Liedformen (Oden, Hymnen usw.)  mit eigenen Versmaßen. Menschliche Leidenschaften wie Hass usw. werden geschildert.  Der alte kultische Chorgesang wurde kunstmäßig entwickelt und blieb erhalten . Daneben entfaltete sich das Einzellied  (Sappho und Alkaios auf Lesbos, Anakreon in Ionien).

PHILOSOPHIE:

Mitte bis Ende des 6.Jh. verfassten die Vorsokratiker die ersten philosoph. Werke  in Prosa (Anaximander in Milet, Heraklit in Ephesos) oder als hexametrische Lehrgedichte (Parmenides in Unteritalien, Empedokles auf Sizilien).

GESCHICHTSSCHREIBUNG:

Um 500 verfasste der Wegbereiter der griechischen Historiographie und Geographie Hekataios von Milet seine Texte.

Klassische Zeit (Anfang des 5. bis Ende des 4. Jh. v.Chr.):

TRAGÖDIE:

Die Klassik ist vor allem durch die Leistungen der attischen Schriftsteller bestimmt.   Athen wurde nach den Perserkriegen für eineinhalb Jahrhunderte Mittelpunkt der griechischen Literatur. Dort erlebte die aus dem Dithyrambos hervorgegangene Tragödie im 5.Jh. durch Aischylos, Sophokles und Euripides ihre Blütezeit. Das Verhältnis des Menschen zu den Göttern war das bestimmende Thema der Tragödien.  Herodot verfasste Geschichtswerke  über die Perserkriege.

RHETORIK:

Voraussetzung für die Entwicklung der Rhetorik waren die politischen Verhältnisse und die gerichtl. Praxis (Antiphon, Andokides, Lysias).

Die Sophisten (u.a. Protagoros und Gorgias) setzten die traditionellen religiösen, eth. und polit. Anschauungen rationaler Kritik aus. In der Reaktion auf sie wurden die philosophischen Werke Xenophons und Platons verfasst. Isokrates und Demosthenes bildeten die Rhetorik weiter aus und offene Briefes wurde als Mittel der  polit. Diskussion genutzt. Nun entstand auch naturwissentschaftliche Literatur (Hippokrates, Theophrast).

KOMÖDIE:

Gegen Ende des 4.Jh. erreichte die neue Komödie in Athen mit ihrer mehr allgemein menschlichen Problematik einen hohen Rang (Menander, Philemon, Diphilos).

Hellenistische Zeit (vom 3.Jh. an):

Literarisch verlor Athen an Bedeutung. Die Fürstenhöfe der Diadochen in Antiochia, Pella, Pergamon und bes. Alexandria wurden die neuen kulturellen Mittelpunkte. Die Poesie und Gelehrsamkeit wurden verschmolzen. Verfasser solcher Bildungspoesie waren z.B. Theokrit, Apollonios von Rhodos oder Herodas. Die Geschichtsschreibung des Duris von Samos und später des Phylarch nimmt tragödienhafte Elemente auf.

Später Hellenismus und Zeit der römischen Herrschaft bis zum Beginn der Spätantike (2.Jh. v.Chr. bis 3./4.Jh. n.Chr.):

Um 150 v.Chr. gewann Rom literarisch an Einfluss. In der Auseinandersetzung mit Rom entstanden das Geschichtswerk des Polybios, die stoische Philosophie des Panaitios und das Geschichtswerk des Philosophen Poseidonios (1.Jh. v.Chr.).

Das Theater der Antike