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Sigismund von Birken


auch: Sigmund von Birken
geb. 5.5.1626 Wildstein (Böhmen)
gest. 12.6.1681 Nürnberg

Sigmund von Birken war Sohn eines Pfarrers. 1629 kam die Familie aus  Glaubensgründen nach Nürnberg (der Geburtsstadt der  Mutter), wo Birken die Schule besuchte. An der Universität Jena  studierte er dann Jura Philosophie und Theologie. Anschließend hielt er  sich in Nürnberg auf, wo er 1644/45  Mitglied des gerade gegründeten "Pegnesischen  Blumenordens" wurde (unter dem Mitgliedsnamen Floridan). 1645/46 war er  Erzieher von Anton Ulrich und Ferdinand Albrecht am Braunschweiger Hof  (wo er Justus Georg Schottel  begegnete). 1649-51 leitete er in Nürnberg die  Friedensfeierlichkeiten nach dem Dreißigjährigen Krieg und war dort  Privaterzieher (1652-55). 1655 wurde er geadelt. Nach einem  vorübergehenden Aufenthalt in Bayreuth (1658-60) wurde  er schließlich Hofhistoriograph des Hauses Habsburg  (1662). Neben Johann Klaj und Georg Philipp Harsdörffer war Birken ein  Hauptvertreter des Nürnberger Kreises. Nach Harsdörffers Tod übernahm er die Führung des Ordens (1662).  Außerdem gehörte er seit 1645 Philipp von Zesens  "Deutschgesinnter Genossenschaft" an und seit 1658 der "Fruchtbringenden Gesellschaft".

Sein Werk umfasst Schäferdichtungen (u.a. die Fortsetzung der Pegnitz-Schäferey, 1645, eine Eklogen-Sammlung, Pegnis oder der Pegnitz Blumengenoß-Schäfere FeldGedichte in Neun Tagzeiten, 1673, sowie deren Fortsetzung,  1679), eine Poetik (Teutsche Rede-bind- und Dicht-Kunst oder Kurze Anweisung zur Teutschen Poesy mit Geistlichen Exempeln, 1679) sowie eine Reihe panegyrischer Geschichtsschriften.