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Nach der Folketingswahl am 24. März 2026 und den längsten Koalitionsverhandlungen der dänischen Geschichte wurde eine neue Mitte-Links-Minderheitsregierung gebildet. Diese besteht aus vier Parteien:
· Socialdemokratiet (Sozialdemokraten – Mette Frederiksen)
· Socialistisk Folkeparti (SF / Sozialistische Volkspartei – Pia Olsen Dyhr)
· Moderaterne (Die Moderaten – Lars Løkke Rasmussen)
· Radikale Venstre (Sozialliberale – Martin Lideaard)
Zentrale politische Schwerpunkte:
Die politische Agenda der aktuellen Koalition konzentriert sich auf folgende Kernbereiche:
Landwirtschaft und Tierwohl: Ein dominierendes Thema, bei dem deutlich strengere Regeln beschlossen wurden, insbesondere zur Verschärfung der Schweinehaltung und zum Schutz des Grundwassers.
Umwelt- und Klimapolitik: Investitionen in den grünen Wandel und die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks der intensiven Landwirtschaft stehen im Fokus.
Verteidigung und Sicherheit: Angesichts internationaler geopolitischer Spannungen (unter anderem der Grönland-Krise) wurde die Wehrpflicht reformiert und auf 11 Monate verlängert sowie auch für Frauen verpflichtend ausgeweitet.
Migrationspolitik: Dänemark behält traditionell eine sehr restriktive und harte Linie bei der inneren Sicherheit und den Abschieberegeln bei.
Wirtschaft und Wohlfahrt: Die Regierung versucht die Lebenshaltungskosten zu stabilisieren und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes zu sichern, während gleichzeitig in Schulen und die jüngere Generation investiert wird.
Obwohl das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal 2026 mit einem Plus von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal etwas an Schwung verloren hat (nach starken 1,5 Prozent im ersten Quartal), zeigen die Wirtschaftsprognosen für das Gesamtjahr ein sehr positives Bild.
· Gesamtjahresprognose 2026: Führende dänische Wirtschaftsinstitute wie das Arbejderbevægelsens Erhvervsråd (AE) prognostizieren für das gesamte Jahr 2026 ein starkes Wachstum des Bruttonationalprodukts (BNP) von bis zu 4,2 Prozent. Internationale Organisationen wie die OECD erwarten ein etwas moderateres, aber dennoch solides Wachstum von rund 2,0 bis 2,5 Prozent.
· Hauptantriebskräfte: Getragen wird der Aufschwung insbesondere von einer weiterhin sehr starken pharmazeutischen Industrie sowie stabilen Exporten und Investitionen, während der private Konsum zuletzt leicht rückläufig war.
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