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Madaba, etwa 30 km von Amman entfernt, wurde bereits in der Bibel erwähnt. Archäologische Artefakte zeugen auch heute von der turbulenten Geschichte der Stadt, die mit der Gründung durch die Moabiter begann. Die Nabatäer erlangten im 1. Jahrhundert v. Chr. die Kontrolle über die Stadt. Ab 106 n. Chr. gehörte sie zur römischen Provinz Arabia und ab dem 4. Jahrhundert zu Byzanz. Während dieser Periode wurde Madaba zum Bischofssitz und erlebte bis zur persischen Eroberung im Jahr 614 ihre Blütezeit. Es wurden zahlreiche Gotteshäuser des frühen Christentums erbaut und mit prachtvollen Mosaikböden versehen. Die Bewohner verließen nach einem katastrophalen Erdbeben im Jahr 746 den Ort, wodurch Madaba für lange Zeit in Vergessenheit geriet.
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