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Senfhügelkoralle (Porites astreoides): Die Senfhügelkoralle (Porites astreoides), im Englischen auch als Mustard Hill Coral bekannt, ist eine weit verbreitete, kleinpolypige Steinkoralle (SPS). Sie kommt vor allem im tropischen Westatlantik, der Karibik und im Golf von Mexiko vor. Ihre Lebensweise zeichnet sich durch folgende Merkmale aus: 1. Wuchsform und Lichtanpassung: Flexible Formen: Je nach Wassertiefe und Lichtverfügbarkeit verändert sie ihr Wachstum. In sehr flachem Wasser wächst sie meist krustenförmig flach auf Felsen. In mittleren Tiefen bildet sie hügelige, helmförmige Kolonien, die mehrere Meter groß werden können. In tieferen Regionen (bis zu 50 Meter) wächst sie oft plattenförmig, um das spärliche Licht optimal einzufangen. Unebene Oberfläche: Ihren Namen verdankt sie der unebenen, mit kleinen Hügeln und Pusteln übersäten Oberfläche. 2. Ernährung: Doppelte Strategie: Wie die meisten riffbildenden Steinkorallen nutzt die Senfhügelkoralle zwei primäre Energiequellen: Photosynthese (Symbiose): In ihrem Gewebe leben mikroskopisch kleine Algen, sogenannte Zooxanthellen. Diese betreiben Photosynthese und versorgen die Koralle mit lebenswichtigen Zuckern und Nährstoffen. Im Gegenzug bietet die Koralle den Algen Schutz und Kohlendioxid. Diese Algen verleihen der Koralle auch ihre typische senfgelbe bis gelbgrüne Farbe. Planktonfang: Obwohl die Polypen tagsüber oft eingezogen sind, strecken sie besonders nachts (manchmal auch tagsüber) ihre winzigen Tentakel aus. Mit Nesselzellen fangen sie Kleinstlebewesen (Zooplankton) und Bakterien aus dem vorbeiströmenden Wasser.3. Fortpflanzung: Die Fortpflanzung folgt einem festen Mondzyklus und findet meist in den wärmeren Monaten zwischen April und August statt. Die Korallen stoßen ihre Keimzellen synchronisiert ins Wasser aus, wo sich freischwimmende Larven bilden. Diese treiben mit der Strömung, bis sie ein geeignetes, hartes Substrat finden, sich dort niederlassen und eine neue Kolonie gründen. 4. Besondere Widerstandsfähigkeit; Die Senfhügelkoralle gilt im Vergleich zu vielen verzweigten Korallenarten (wie Acropora) als äußerst robust. Sie zeigt eine höhere Toleranz gegenüber steigenden Wassertemperaturen und Sedimentation. Daher übersteht sie Phasen der Korallenbleiche oft besser als empfindlichere Arten, weshalb ihr Gefährdungsstatus auf der Roten Liste der IUCN derzeit als „Nicht gefährdet“ (Least Concern) eingestuft ist.Häufig geht sie zudem eine Lebensgemeinschaft mit bunten Weihnachtsbaumwürmern (Spirobranchus) ein, die sich in ihr Kalkskelett einbohren.
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