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Spinnerdelfine: Spinnerdelfine (Stenella longirostris) verdanken ihren deutschen wie auch englischen Namen ihrer einzigartigen Sprungakrobatik. Sie drehen sich in der Luft bis zu siebenmal (in seltenen Fällen sogar bis zu 14-mal) blitzschnell wie ein Bohrer um die eigene Körperlängsachse. Lebensraum: Tropische Weltmeere: Sie leben weltweit in allen tropischen und subtropischen Ozeanen (Atlantik, Pazifik, Indischer Ozean). Beliebte Regionen: Besonders häufig trifft man sie im Ostpazifik rund um Hawaii und Mexiko sowie im Roten Meer (z. B. in geschützten Buchten in Ägypten wie Marsa Alam). Zwischen Tief- und Flachwasser: Sie wechseln täglich zwischen der pelagischen Zone (dem offenen, tiefen Ozean) und küstennahen Bereichen wie flachen Lagunen, Riffen und Atollen. Verhalten und Tagesrhythmus: Nachtaktive Jäger: Spinnerdelfine jagen nachts im tiefen, offenen Meer. Sie ernähren sich von kleinen Fischen, Tintenfischen und Krebsen, die im Schutz der Dunkelheit aus der Tiefsee an die Oberfläche steigen. Erholung am Tag: Nach Sonnenaufgang kehren sie in flache, sandige Buchten zurück. Dort ruhen sie sich aus, pflegen Sozialkontakte und schützen sich vor Fressfeinden wie Haien und Orcas. Kein Tiefschlaf: Da sie bewusst atmen müssen und wachsam vor Feinden bleiben müssen, schläft bei ihnen (wie bei allen Delfinen) immer nur eine Gehirnhälfte. Strikte Sozialstruktur: Sie sind extrem gesellig und leben in Gruppen (sogenannten Schulen) von 50 bis zu mehreren tausend Tieren. Häufig schließen sie sich auch mit Gelbflossen-Thunfischen oder anderen Fleckendelfinen zusammen. Der Zweck des Drehens: Warum sie sich beim Springen drehen, ist wissenschaftlich noch nicht final geklärt. Vermutet wird eine Mischung aus Kommunikation innerhalb der Schule, dem Abschütteln von Parasiten (wie Schiffshaltern) oder schlichtweg spielerischem Verhalten.
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