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Lux Dei 1. Beispiel hochklassiger neugotischer Sakralkunst: ein Raum, der mittelalterliche Formen zitiert, aber mit der farblichen Opulenz und ikonographischen Klarheit des 19. Jahrhunderts arbeitet. Die Kombination aus Stuck, Fresken, Goldaltar und figurenreichen Glasfenstern zeigt ein bewusstes Programm: Lehre durch Bilder und Erhebung des Blicks. Die Glasfenster: Ikonographie und Funktion: Die Fenster sind das zentrale erzählerische Medium des Raums. Motivische Merkmale: Mehrbahnige Fenster mit Heiligenfiguren in stehender Pose. Farbpalette: Kobaltblau, Rubinrot, Smaragdgrün, Goldgelb – klassische liturgische Farbsymbolik. Über dem Hauptfenster ein Rundfenster (Oculus): zentrale Figur mit Buch : typischerweise Evangelist, Kirchenvater oder Christus als Lehrer. Ornamentik im Stil englischer oder französischer Neugotik. Funktion: Didaktisch: Vermittlung biblischer Inhalte an eine vormals nicht alphabetisierte Bevölkerung. Atmosphärisch: Farbige Lichtbrechung erzeugt sakrale Stimmung. Symbolisch: Das Licht selbst wird zum theologischen Zeichen – Lux Dei.
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